Liveticker Iran-Krieg: Neue Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad

24.04.2026 14:30 Uhr
14:30 Uhr
Irans Außenminister reist nach Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird am Freitagabend in Islamabad erwartet. Er reist demnach in Begleitung einer kleinen Verhandlungsdelegation, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der pakistanischen Regierung. Vorgesehen seien Gespräche mit den USA. Ein US-Team für Logistik und Sicherheit befindet sich dem Bericht von Bloomberg zufolge bereits in Islamabad, um den Verhandlungsprozess vorzubereiten.
Der Araghtschi hat zudem heute mit pakistanischen Vermittlern telefoniert. In getrennten Gesprächen mit dem pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, sowie mit Außenminister Ishaq Dar wurden laut einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Irna "regionale Entwicklungen und Themen im Zusammenhang mit der Waffenruhe" erörtert.
13:30 Uhr
Brisante Mail: Pentagon erwägt Ausschluss Spaniens aus der NATO wegen Iran-Krise
Eine interne E-Mail des Pentagons skizziert Optionen der Vereinigten Staaten, NATO-Verbündete zu bestrafen, die nach US-Einschätzung die US-Operationen im Krieg gegen Iran nicht ausreichend unterstützt haben. Dazu gehören unter anderem die Aussetzung der Mitgliedschaft Spaniens in dem Bündnis sowie eine Überprüfung der US-Position zum britischen Anspruch auf die Falklandinseln, sagte ein US-Beamter gegenüber Reuters.
Die politischen Optionen seien in einer Notiz detailliert beschrieben, in der Frustration über die Zurückhaltung oder Weigerung einiger Verbündeter zum Ausdruck komme, den USA im Iran-Krieg Zugang, Basierungsrechte sowie Überflugrechte – bekannt als ABO – zu gewähren, so der Beamte, der sich zu der E-Mail anonym äußerte.
Diese sogenannten ABO-Rechte seien "nur das absolute Minimum für die NATO", wird aus dem Schreiben zitiert. Die Vorschläge kursieren demnach auf hoher Ebene im Pentagon. Eine der Ideen sieht vor, "schwierige" Staaten von wichtigen oder symbolträchtigen Posten im Bündnis fernzuhalten, berichtete Reuters.
Der Konflikt hat die Spannungen im Bündnis deutlich verschärft. Präsident Donald Trump beklagt seit Wochen, europäische Partner hätten ihre Flotten nicht entsandt, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, nachdem sie mit Beginn der Luftangriffe am 28. Februar für die Schifffahrt blockiert worden war.
13:00 Uhr
Singapur importiert verstärkt russisches Öl wegen gestörter Lieferketten in Nahost
Singapur ersetzt ausgefallene Lieferungen aus dem Nahen Osten zunehmend durch russisches Öl. Das ging aus einem Bericht der Financial Times unter Berufung auf Daten des Analysehauses Vortexa hervor. Auslöser ist demnach der Iran-Krieg, der die globalen Energiemärkte erschüttert.
Singapur betreibt den weltweit größten Hafen für Schiffsbetankung und gilt nach Schanghai als Hafen mit dem zweitgrößten Containerumschlag weltweit.
Nach Daten von Vortexa sind die Importe russischen Heizöls nach Singapur seit Beginn des Iran-Krieges sprunghaft angestiegen. Die im April gelieferte Menge betrug bereits mehr als das Doppelte des monatlichen Durchschnitts von 2025.
Während die Lieferungen aus der Golfregion nach Singapur im März und April auf zusammen 336.000 Barrel pro Tag zurückgingen – nach 522.000 Barrel pro Tag im Januar und Februar –, stiegen die russischen Lieferungen im selben Zeitraum von 372.000 auf 585.000 Barrel pro Tag.
Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus haben die Energiepreise weltweit nach oben getrieben und zu Engpässen bei Kerosin und Bunkerkraftstoff – dem Treibstoff für Schiffe – geführt.
Auch der Schiffsverkehr insgesamt in Singapur nimmt dem Bericht zufolge zu, da immer mehr Schiffe den Nahen Osten meiden. Laut BloombergNEF stieg die Zahl der Schiffsanläufe im März um sieben Prozent gegenüber dem Vormonat und um knapp 15 Prozent im Jahresvergleich.
12:00 Uhr
USA verbrauchen enorme Mengen an für einen China-Krieg vorgesehener Munition
Die Vereinigten Staaten haben im Krieg mit Iran einen großen Teil ihres Waffenarsenals verbraucht. So setzten sie seit Beginn des Konflikts in nur zwei Monaten Munition im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar ein und brauchten große Teile ihrer Bestände auf.
Der andauernde Krieg mit Iran dauert bislang kaum acht Wochen, doch in dieser Zeit haben die USA laut einem Bericht der New York Times eine außergewöhnlich hohe Zahl an Raketen eingesetzt.
Demnach seien über tausend Präzisions- und bodengestützte Raketen im Krieg abgefeuert worden, was die US-Bestände erheblich reduziert und bei Abgeordneten sowie im Verteidigungsministerium Besorgnis ausgelöst habe.
"Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar haben die Vereinigten Staaten rund 1.100 ihrer weitreichenden Stealth-Marschflugkörper verbraucht, die eigentlich für einen möglichen Krieg mit China vorgesehen waren – nahezu die gesamte verbleibende Menge im US-Arsenal", heißt es in dem Bericht. "Das Militär hat mehr als 1.000 Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt, etwa zehnmal so viele, wie es derzeit jährlich neu beschafft."
Munition wurde in einem solchen Umfang verbraucht, dass Bomben aus den Kommandostrukturen in Asien und Europa verlegt werden mussten, um den Bedarf der USA zu decken. Trump war laut Berichten gezwungen, neue Wege für eine schnellere Produktion zu finden, um auf die schwindenden Ressourcen in den ausländischen Kommandobereichen zu reagieren.
Die hohen Kosten des Krieges, die von einigen auf rund eine Milliarde US-Dollar pro Tag geschätzt werden, setzen sich zu einem großen Teil aus Rüstungsausgaben zusammen. Nach Angaben von Verteidigungsbeamten entsprachen allein in den ersten beiden Tagen des Iran-Krieges eingesetzte Munition und Waffen einem Wert von 5,6 Milliarden US-Dollar. Weitere Kosten entstanden zudem durch im Gefecht beschädigte Flugzeuge.
11:00 Uhr
Bei Wiederfreigabe der Straße von Hormus: EU macht Iran ein Angebot
Die EU-Staaten ringen um den richtigen Kurs im Umgang mit dem Iran-Krieg und den dadurch deutlich gestiegenen Energiepreisen. Bei einem informellen Gipfeltreffen in Zypern berieten die Staats- und Regierungschefs bei einem Abendessen über mögliche Schritte zur Deeskalation der Lage.
Zuvor hatte die Bundesregierung mitgeteilt, sie sei bereit, gemeinsam mit ihren Partnern schrittweise Sanktionen gegen Iran zu lockern, sofern es zu einer umfassenden Vereinbarung über die Wiederfreigabe der Straße von Hormus kommt.
Eine Lockerung von Sanktionen würde einem erheblichen Zugeständnis gleichkommen, insbesondere da die EU ihre Strafmaßnahmen gegen Iran nach den Protesten zu Jahresbeginn noch einmal verschärft hatte.
Heute sollen in der zyprischen Hauptstadt Nikosia die Gespräche zum Iran-Konflikt mit Vertretern aus der Region fortgesetzt werden. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem die Präsidenten Ägyptens, des Libanon und Syriens sowie Jordaniens Kronprinz.
Bereits gestern ging es bei dem Gipfel auch um mögliche Maßnahmen, um die Energiekosten für Europas Verbraucher und Unternehmen zu senken. Dies bestätigte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach dem Ende der Beratungen in der Nacht. Ihre Behörde hatte zuvor unter anderem vorgeschlagen, die Kraftstoffversorgung stärker zu koordinieren, um Flugausfälle zu vermeiden.
10:30 Uhr
Pentagon prüft Optionen gegen Teile der iranischen Führung, sogenannte Hardliner
Eine weitere vom Pentagon entwickelte Option sieht vor, einzelne iranische Militärführer und andere "Blockierer" eines Deals im Sinne Trumps innerhalb des iranischen Staates ins Visier zu nehmen, die nach Einschätzung US-amerikanischer Offizieller die Verhandlungen aktiv untergraben sollen, berichtete CNN. Dazu gehöre auch Ahmad Vahidi, der als Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarde fungiere.
"Aus Gründen der Operationssicherheit äußern wir uns nicht zu zukünftigen oder hypothetischen Bewegungen", antwortete ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf die Frage nach Zielplanungen. "Das US-Militär stellt dem Präsidenten weiterhin Optionen zur Verfügung, und alle Optionen bleiben auf dem Tisch."
Trump hat wiederholt behauptet, die Führung der Islamischen Republik sei "zersplittert", nachdem gemeinsame US-israelische Operationen eine Reihe hochrangiger Offizieller getötet hätten, darunter auch den obersten Führer des Landes. In einem Beitrag in sozialen Medien vom Donnerstag verwies Trump auf eine angebliche Spaltung zwischen der Revolutionsgarde und Mitgliedern der Regierung, die an Gesprächen mit den USA beteiligt gewesen seien, als eine der Hürden für eine diplomatische Einigung. Teheran wies Trumps Behauptungen über interne Streitigkeiten innerhalb der Regierung mehrfach zurück.
10:00 Uhr
USA erwägen intensivere Angriffe auf iranische Ziele rund um die Straße von Hormus
US-Militärbeamte entwickeln laut einem CNN-Bericht neue Pläne, um im Falle eines Scheiterns der aktuellen Waffenruhe mit Iran dessen Fähigkeiten in der Straße von Hormus zu schwächen.
Während das Militär die iranische Marine ins Visier genommen hat, konzentrierte sich ein Großteil der Bombardements im ersten Monat auf Ziele abseits der Meerenge, die es dem US-Militär ermöglichen sollten, weiter ins Landesinnere Irans vorzudringen. Die neuen Pläne sehen eine deutlich stärker fokussierte Bombenkampagne rund um die strategisch wichtige Wasserstraße vor.
Zu den geprüften Optionen zählen Luftangriffe mit besonderem Fokus auf die "dynamische Zielauswahl" iranischer Fähigkeiten und Verteidigungslinien rund um die Straße von Hormus sowie im südlichen Persischen Golf und im Golf von Oman. Dabei geht es insbesondere um mögliche Schläge gegen kleine Schnellboote, Minenlegeeinheiten und andere asymmetrische Mittel, mit denen Teheran die Meerenge blockiert und als Druckmittel gegenüber den USA einsetzt.
Die Hormus-Blockade hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ausgelöst und droht die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump zur Senkung der Inflation in den Vereinigten Staaten ins Leere laufen zu lassen. Sie besteht trotz einer Waffenruhe fort, aufgrund derer die am 7. April begonnenen US-Angriffe pausiert hat.
Militärische Angriffe rund um die Meerenge allein werden voraussichtlich nicht ausreichen, um die Wasserstraße sofort wieder zu öffnen. "Sofern Sie nicht eindeutig beweisen können, dass 100 Prozent der militärischen Fähigkeiten Irans zerstört sind, oder mit nahezu absoluter Sicherheit sagen können, dass die USA das Risiko mit ihren eigenen Fähigkeiten kontrollieren können, wird es letztlich darauf hinauslaufen, wie viel Risiko [Trump] bereit ist zu akzeptieren und Schiffe durch die Meerenge zu schicken", sagte eine mit der militärischen Planung vertraute Quelle gegenüber CNN.
09:04 Uhr
Teheran weist Trumps Behauptungen über Streit innerhalb der Regierung zurück
Als Reaktion auf Trumps Behauptung, es herrsche "Uneinigkeit" und Verunsicherung in den politischen Führungsebenen Teherans, haben hochrangige Regierungsvertreter am gestrigen Abend gleichlautende Erklärungen auf X veröffentlicht, um damit die politisch geschlossene Einheit wiederzuspiegeln.
Daran beteiligt waren unter anderem Irans Präsident Pezeschkian, Außenminister Araghtschi, Parlamentspräsident Ghalibaf, Vizepräsident Aref sowie weitere führende Persönlichkeiten der Staatsspitze.
در ایران ما تندرو و میانهرو وجود ندارد؛همه ما "ایرانی" و "انقلابی" هستیم و با اتحاد آهنین ملت و دولت، با تبعیت کامل از رهبر معظم انقلاب متجاوز جنایتکار را پشیمان خواهیم کرد. یک خدا، یک ملت، یک رهبر و یک راه؛ آنهم راه پیروزی ایران عزیزتر از جان.#ایران_ما
— Masoud Pezeshkian (@drpezeshkian) April 23, 2026Die veröffentlichte Botschaft lautet:
"Im Iran gibt es keine Radikalen oder Gemäßigten; wir sind alle 'Iraner' und 'Revolutionäre', und mit der eisernen Einheit der Nation und der Regierung, mit vollkommenem Gehorsam gegenüber dem Obersten Führer der Revolution, werden wir den Aggressor seine Taten bereuen lassen."
در ایران ما تندرو و میانهرو وجود ندارد؛همه ما «ایرانی» و «انقلابی» هستیم و با اتحاد آهنین ملت و دولت، با تبعیت کامل از رهبر معظم انقلاب متجاوز جنایتکار را پشیمان خواهیم کرد. یک خدا، یک رهبر، یک ملت، و یک راه؛ آن هم راه پیروزی ایرانِ عزیزتر از جان. #ایران_ما
— محمدباقر قالیباف | MB Ghalibaf (@mb_ghalibaf) April 23, 202608:38 Uhr
Trump verkündet die Verlängerung der Waffenpause zwischen Israel und Libanon
Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Das offizielle Ende war nach ersten Konsultationen zwischen den beiden Parteien für den kommenden Sonntag ausgehandelt worden.
Nun informierte Trump auf Truth Social über erneute Gespräche in Washington. Dazu heißt es, dass er persönlich sowie der US-Vizepräsident J. D. Vance, US-Außenminister Marco Rubio zusammen mit dem US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, und dem US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, eine Gruppe von "hochrangigen Vertretern Israels und des Libanons" im Oval Office trafen.
Final heißt es:
"Das Treffen verlief sehr gut! Die Vereinigten Staaten werden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schützen. Der Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon wird um drei Wochen verlängert."

Demnach seien zeitnahe weitere Gespräche zwischen Israels Ministerpräsidenten Bibi Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun geplant.
08:20 Uhr
Washington fordert von Teheran Ende von Hisbollah-Finanzierung
Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump soll die iranische Staatsführung ihre finanzielle Unterstützung für die im Libanon agierende Hisbollah-Miliz einstellen.
Trump bekräftigte, dass unter seiner Präsidentschaft militärische, wie finanzielle Unterstützungen für Stellvertretergruppen im Nahen Osten, darunter federführend die Hisbollah, eingestellt werden. Dies als elementarer Teil eines möglichen Abkommens zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen Iran.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
