
Pjöngjang: USA wollen mit Manöver im Pazifik Kräfteverhältnis stören

Groß angelegte Kriegsmanöver, die im Asien-Pazifik-Raum regelmäßig unter Führung der USA abgehalten werden, sind die Grundursache dafür, dass die Lage auf der Koreanischen Halbinsel und in der gesamten Region stetig verschlechtert. Dies hat die Abteilungsleiterin im Zentralkomitee der Arbeiterpartei der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) Kim Yo-jong erklärt, die auch die Schwester des Obersten Führers Kim Jong-un ist.
Wie die staatliche Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA) berichtet, warf Kim Yo-jong den USA vor, ihren Einfluss im asiatisch-pazifischen Raum auszubauen und dafür ihre Vasallenstaaten, darunter Japan und Südkorea, zu instrumentalisieren.
Laut Kim Yo-jong ist unterdessen unbestreitbar, dass die militärische Kooperation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, Japan und der Republik Korea gegen die DVRK gerichtet sei. Die USA versuchten, mithilfe der multinationalen militärischen Aktivitäten das Kräfteverhältnis in der Region zu stören, kritisiert die Politikerin.

Allein in diesem Jahr seien im Asien-Pazifik die multinationale Übung "Cobra Gold" (Thailand), die Luftkampfübung "Pitch Black" (Australien), das weltgrößte Marinemanöver "Rim of the Pacific" (RIMPAC) sowie die Militärübung "Super Garuda Shield" (Indonesien) unter Führung der USA abgehalten worden.
Diese Manöver seien unter anderem unter dem Vorwand durchgeführt worden, die "Fähigkeit zur gemeinsamen Bewältigung maritimer Bedrohungen" zu stärken und die "Bereitschaft zur Durchführung gemeinsamer Einsätze unter Bedingungen komplexer Luftoperationen" zu testen.
"Sämtliche Fakten lassen die finstere Abxicht im Zusammenhang mit den gemeinsamen Militärübungen erkennen", betonte Kim Yo-jong.
Hierbei führte sie aus:
"Ich erinnere den Feind erneut daran: Sollte festgestellt werden, dass die obersten Interessen unserer Nation, ihre militärische Souveränität sowie die sicherheitspolitische Lage in der Region durch diese Militärmanöver schwerwiegend verletzt wurden, werden die Streitkräfte der DVRK gemäß ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung alle verfügbaren Mittel einsetzen, um darauf zu reagieren."
In gewisser Hinsicht lasse sich sagen, so Kim Yo-jong weiter, dass die Feinde der DVRK ihr dabei sogar "helfen" würden, die Verteidigungsfähigkeiten stetig weiterzuentwickeln. "Unser Wille zur Verteidigung unserer Souveränität wird sich in entschlossenerem Handeln manifestieren, und an unserem Kurs der Verstärkung der nuklearen Abschreckung wird sich unter keinen Umständen etwas ändern", stellte die hochrangige Politikerin klar.
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