Europa

Premierminister Kulbergs: Lettland vergisst, Munition für erworbene Drohnenabwehrsysteme zu kaufen

In den vergangenen Monaten hat die Zahl der nicht identifizierten Drohnen zugenommen, die in den Luftraum Lettlands eindringen. Daher verstärkt das Land seine Luftabwehr. Laut dem Ministerpräsidenten Andris Kulbergs wird Riga dabei auf die Erfahrungen der Ukraine bei der Kontrolle des Luftraums zurückgreifen.
Premierminister Kulbergs: Lettland vergisst, Munition für erworbene Drohnenabwehrsysteme zu kaufen© Daniel Gnap/NurPhoto via Getty Images

Lettlands Verteidigungsministerium habe nicht die notwendige Munition für beschaffte Antidrohnensysteme erworben, erklärte der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs. "Wir haben die Ausrüstung gekauft, aber vergessen, die Munition zu beschaffen", äußerte sich Kulbergs zu Drohnenvorfällen und der Arbeit des ehemaligen Verteidigungsministers Andris Sprūds (bekleidete den Posten von September 2023 bis Mai 2026). Gleichzeitig präzisierte Kulbergs nicht, ob die Beschaffung von Systemen ohne die notwendige Munition in direktem Zusammenhang mit Entscheidungen stand, die unter Sprūds getroffen wurden.

Der Ministerpräsident sagte, dass es derzeit unmöglich sei, alle Details zu Drohnenvorfällen und Verteidigungsfähigkeiten offenzulegen. Er merkte außerdem an, dass Lettland sich selbst als Drohnen-Großmacht bezeichne, aber "dahinter steckt nichts".

Lettland richte derzeit ein einheitliches System ein, das die Aktionen der Grenzschutzbehörde und des Verteidigungsministeriums synchronisieren soll, so Kulbergs weiter. Das System werde zudem auf die ukrainischen Erfahrungen bei der Luftraumüberwachung und der Abwehr von Drohnen mithilfe von Drohnenabwehrsystemen anstelle teurer Raketen zurückgreifen.

Ende Juni gab der Ministerpräsident bekannt, dass Riga und Kiew den Bau einer Drohnenproduktionsstätte an der Grenze zu Russland und Weißrussland planten. Kulbergs kündigte zudem an, dass bis Ende des Sommers Maßnahmen zur Drohnenabwehr entlang der russisch-weißrussischen Grenze ergriffen würden. Zum Schutz des Luftraums sollen Abfangdrohnen eingesetzt werden. Dies sei kostengünstiger als der Einsatz von Kampfflugzeugen, fügte er hinzu.

Im selben Monat haben Kulbergs und der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij ein Abkommen über umfassende Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich unterzeichnet. Diese Vereinbarung sieht die Weitergabe ukrainischer Erfahrungen im Schutz des Luftraums vor Drohnenangriffen vor. Der lettische Politiker behauptete, dass Kiew derzeit über die weltweit beste Erfahrung verfüge, wie man Drohnen abwehrt. Die Zusammenarbeit mit der Ukraine werde es ermöglichen, "Lettlands Abwehrfähigkeiten gegen Drohnen zu stärken", betonte Kulbergs.

Mehr zum ThemaDrohnenproduktion: Lettland und die Ukraine planen Werk nahe russischer Grenze

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.